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Rudolf Steiner sprach 1911 über Bakterien. Viren waren damals
nach nicht entdeckt, doch das Gesagte mag gleichermaßen für
Viren gelten. - Steiner sagte:


''In unserer Zeit gibt es bekanntlich eine Furcht, die sich ganz
sinngemäß vergleichen läßt mit der mittelalterlichen Furcht vor
Gespenstern. Das ist die heutige Furcht vor den Bazillen. Die
beiden Furchtzustände sind sachlich ganz dasselbe. Sie sind
auch insofern ganz dasselbe, als ein jedes der beiden Zeitalter,
das Mittelalter und die Neuzeit sich so verhalten, wie es sich für
sie schickt. Das Mittelalter hat einen gewissen Glauben an die
geistige Welt; es fürchtet sich selbstverständlich dann vor
geistigen Wesenheiten. Die neuere Zeit hat diesen Glauben an
die geistige Welt verloren, sie glaubt an das Materielle, sie
fürchtet sich also vor materiellen Wesenheiten, wenn diese auch
noch so klein sind [...]
Nun soll ja damit selbstverständlich nicht gesagt werden, daß
die Bazillen durchaus gepflegt werden sollen, und daß es etwas
Gutes ist, recht viel sozusagen mit Bazillen zusammenzuleben.
Das soll durchaus nicht gesagt werden. Aber es widerspricht
auch nicht dem, was gesagt wurde, denn schließlich Bazillen
sind gewiß da, aber Gespenster waren auch da. Für diejenigen,
die an die geistige Welt wirklich glauben konnten, ist nicht
einmal in bezug auf Realität ein Unterschied in dieser
Beziehung.“ (Lit.:GA 154, S. 46)
Besonders muß man sich aber hüten, in irgendeinem Zeitalter
darauf Rücksicht zu nehmen, was in dem Zeitalter gerade als
Autorität auftritt. Solange man nicht spirituelle Einsicht hat,
wird man da sehr fehlgehen können.
Das ist insbesondere auf einem Gebiete der Menschheitskultur
der Fall, auf dem Gebiete der materialistischen Medizin, wo wir
sehen, wie eben das maßgebend ist, was die Autorität in der
Hand hat und immer mehr und mehr darauf Anspruch macht,
wo das auf etwas hinauslaufen will, was viel, viel furchtbarer,
schrecklicher ist als jemals irgendeine Autoritätsherrschaft des
so viel angeklagten Mittelalters. Wir stehen schon heute
darinnen, und das wird noch immer stärker und stärker werden.
Wenn die Leute so furchtbar spotten über die Gespenster des
mittelalterlichen Aberglaubens, dann möchte man wohl sagen:
Ja, hat sich denn in bezug darauf etwas besonders geändert? Ist
denn diese Gespensterfurcht etwa abgekommen? Fürchten die
Leute nicht heute viel mehr Gespenster als dazumal? - Es ist viel
schrecklicher, als man allgemein meint, was da vorgeht in der
menschlichen Seele, wenn ihr vorgerechnet wird: Da auf der
Handfläche sind 60000 Bazillenherde. In Amerika ist
ausgerechnet worden, wie viele solcher Bazillen in einem
einzigen männlichen Schnurrbart sind. Müßte man sich also
nicht doch entschließen zu sagen: Diese mittelalterlichen
Gespenster waren wenigstens anständige Gespenster, aber die
heutigen Bazillengespenster sind zu knirpshaft, zu unanständige
Gespenster, als daß sie die Furcht begründen sollten, die zudem
erst im Anfange ist, und die da macht, daß die Menschen gerade
hier, auf gesundheitlichem Gebiet, in einen Autoritätsglauben
geraten werden, der furchtbar ist.“ (Lit.:GA 127, S.22)


Zum Thema Fleischkonsum sagte Steiner:

''Der Fleischgenuß macht den Geist erdschwer und bindet ihn

ans Physische; er gibt dem Körper Gelegenheit, sich an den

Geist zu hängen. Die Pflanzenkost stellt größere Anforderungen

an den physischen Leib, so daß er beschäftigt ist und den Geist

in seiner Arbeit nicht hindern kann.

Was aber wird noch bewirkt durch die Enthaltsamkeit vom

Fleisch-, besonders vom Fischgenuß?

Das Schlimme am Fleischgenuß ist die bleibende Wirkung des

Schmerz-Verursachens und Tötens der Tiere. Diese gemarterten

Tiere kehren dann wieder in der Form solcher Wesenheiten, die

ihre Kraft gegen die Leiber der Nachkommen derer wenden, die

sie einst getötet haben. Bazillen sind die wiederverkörperten,

gequälten und getöteten, verzehrten Tiere.''

(Lit.: GA 266b, S. 371)



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