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Sprache, sprechen = jalpa

Sprache = Gefüge der Gestalten

Sprache = Weben des Geistes

Sprache = Landschaft des Sagens

Sprache = Geste der Zunge wird Wind

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Klangsprache

Diese Website redet über Sprache, welche in der Zwischenzeit über alles redet. Solch

ein Reden soll als Denken in die Klangsprache Sonjalpa hinüberführen. Sonjalpa sei

eine Sprache, in welcher der Klang der Worte schon ihre Bedeutung ist. Die Wörter der

Klangsprache haben keine Bedeutung, sondern sie sind selbst Bedeutung durch ihren

Klang. Der Sprachlaut der Klangsprache ahmt die Gebärde der benannten Dinge nach.

Das sprechende Wort lebt und wird nicht in Gewohnheit sterben, es ist die zukünftige

Kultur der Menschheit. Wenn man sich in die Klangsprache eingelebt hat, so wird man

auch Begriffe (er)finden können, die es in den herkömmlichen Sprachen gar nicht gibt:

Dann werden diese Worte Fleisch werden. Die Wortbildung von Sonjalpa orientiert sich

hauptsächlich am Finnischen und Estnischen, sowie anderen Sprachen, solange sich

deren Wortklang ins finnische Lautgefüge einbauen lässt. Im kreativen Prozess der

Modifizierung der Worte entsteht jedoch eine eigenständige Klanglandschaft. Die

Vokabeln stehen nicht fest für alle Zeiten, sondern sie verändern sich fließend. Auf

dieser Homepage wird deutsches Sprachgefühl schleichend in das Empfinden von

Sonjalpa überführt. - Ist Sprache nur ein Mittel zur Kommunikation? Wieso kann

Sprache überhaupt Verständigung ermöglichen? Sprache kann zum Werkzeug für

Kommunikation werden, weil Sprache die allgemeinen Bilder des Daseins beherbergt.

Erst auf dieser Grundlage ist Kommunikation möglich. In dem hier vorgestellten

Sprachverständnis geht es hauptsächlich darum, den Bildern der Welt ein Zuhause im

Wort zu geben. Tragisch ist es, wenn ein Mensch den Wörtern der Sprache folgt

und dies dann schon für Denken hält. Wirkliches Denken formt aktiv die Sprache.

Die Sprache ist das ICH des Menschen, sie ist sein Zentrum. In der Sprache lebt die

Welt als zweite Welt erst richtig auf. Sprechen heißt: Die Welt erschaffen.

Im Anfang war das Wort!



Eurythmie

In der Eurythmie werden ähnlich wie in der hier vorgestellten Klangsprache

die Laute der Sprache dem Empfinden gemäß ausgedrückt, aber nicht auf

dem Papier mit Buchstaben, sondern mit dem eigenen Körper, nämlich durch

Tanz, Schleier und Farbe. Der eurythmistische Tanz kann jedoch im Gegen-

satz zur Klangsprache nicht von einem Gegenüber in seinem Informations-

gehalt verstanden werden.Wenn ein japanischer Eurythmist einen russischen

Eurythmisten trifft, so kann der Japaner den Russen nicht per Tanz fragen:

''Entschuldigung, können Sie mir den Weg zum Bahnhof erklären?'' Die

Bedeutung der Sprache ertrinkt bei einer eurythmischen Tanzdarstellung

im Meer der vorsprachlichen Musik. (Es gibt auch Musikeurythmie!) In der

Klangsprache kann man ganz normal sprechen und schreiben, ihr

Informationsgehalt ist der einer natürlichen Sprache ähnlich. Trotzdem sind

Eurythmie und Klangsprache insofern verwandt, als beide Methoden die

Sprachlaute bewusst gestalten und in den Lauten selber deren Bedeutung

erkennen und erleben.



Rudolf Steiner sagt zum Thema Ursprache:

"Aus der Geisteswissenschaft ist bekannt, daß in den alten Zeiten, namentlich in der

atlantischen Zeit, so etwas wie eine Art menschlicher Ursprache vorhanden war, eine

Art von Sprechen, welche über die ganze Erde hin ähnlich war, weil «Sprechen» in

jenen Zeiten viel mehr aus dem Innersten der Seele kam als heute. Das kann schon aus

folgendem entnommen werden. In den atlantischen Zeiten empfanden die Menschen

alle äußeren Eindrücke so, daß die Seele, wenn sie etwas Äußeres ausdrücken wollte

mit einem Laut, gedrängt wurde zu einem Konsonanten. Was also im Raume

vorhanden war, drängte dazu, konsonantisch nachgeahmt zu werden. Das Wehen des

Windes, das Rauschen der Wellen, das Geschütztsein durch ein Haus empfand man

und ahmte es nach durch Konsonanten. Was man dagegen innerlich erlebte an

Schmerz oder Freude, oder auch, was ein anderes Wesen empfinden konnte, das ahmte

man nach im Vokal. Daraus kann man sehen, daß die Seele im Sprechen zusammen-

wuchs mit den äußeren Vorgängen oder Wesenheiten. Aus der Akasha-Chronik ergibt

sich das folgende: Einer Hütte, die sich nach der alten Art über eine Familie wölbte und

dieser Schutz und Schirm gab, näherte sich zum Beispiel ein Mensch, beobachtete die

Hütte in der Art, wie sie sich wölbte als Form räumlich über der Familie. Das

schützende Sichwölben der Hütte drückte er durch einen Konsonanten aus, und dass

darinnen Seelen in Leibern sich wohl befinden — was er mitfühlen konnte -, drückte er

durch einen Vokal aus. Da entstand der Gedanke: «Schutz», «Schutz habe ich»,

«Schutz über menschlichen Leibern». Dieser Gedanke ergoß sich dann in Konsonanten

und Vokale, die nicht anders sein konnten, als sie waren, weil sie eindeutig ein

unmittelbarer Abdruck des Erlebnisses waren. Das war über die ganze Erde hin so. Es

ist kein Traum, daß es eine menschliche «Ursprache» gegeben hat. Und in einem

gewissen Sinne verstehen die Eingeweihten aller Völker noch nachzuempfinden diese

Ursprache. Ja, in allen Sprachen sind gewisse Lautanklänge, die nichts anderes sind als

Reste dieser menschlichen Ursprache." > 350 Begriffe der Ursprache



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