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Ring of fire ist ein gezeichneter Film von 15 Minuten in Schwarz

und Weiß. Die blauen Zahlen geben die Zeit des Films wieder, in

denen das Geschehen stattfindet.



0:18

Die Wiskyflasche wird zerschossen. Der Ring of fire ist wild

und tötlich.



0:28

Die Protagonisten werden sichtbar. Links der Cowboy Stref und

rechts sein Kumpel Stromm. In der Mitte eine Wiskyflasche.



00:38

Das Wasser des Lebens erklingt im leeren Raum. Der Raum

berührt das Wasser nicht. Zwischen beiden klafft eine Kluft aus

mechanischer Lebensbewegung.



0:48

Stref ist der wildere Typ von beiden.



1:11

Man zeigt den Cowboy. Wer ist man wirklich?

We are waiting for firelight!



1:31

Das Licht von firelight strahlt nun durch die leichten Mädchen in

das Leben der Cowboys.



1:38

Musik aus Sehnsucht, sich ergießend in Rausch.



2:14

Nach flüchtigen erotischen Begegnungen wird die Sache nun

toternst. Im Western heißt diese Frau meistens Lilly. So auch hier.

Lilly: Ich bin aus trockenem Holz. Nur ich bin wichtig.



2:57

Man zeigt sich gegenseitig, wie geschickt man mit den Problemen

des harten Lebens umgehen kann.



3:58

Stromm hat natürlich den erotischen Wettstreit um Lilly verloren.

Er ist eben der nettere Mann.



3:47

Am Wasserbad erscheint die nackte Anna. Sie ist der helle Antipol

zur dunklen Lilly.



04:07

Anna schüttet das Wasser aus ihren Haaren über Stromm aus.

Stromm steht jetzt im Strom und unter Strom. Anna ist

vollkommen wahnsinnig. Stromm brennt im Strom des Wassers.

Ihr Wasser ist eine Form von Feuerwasser, obwohl es kühl

plätschert. Es ist angenehm, doch auch wahnsinnig. Dieses

Wasser ist erst der Vorläufer der echten Liebe.



4:34

Der böse Stref haut plötzlich die ganze Romantik kaputt.

Wir wussten doch gleich, dass er böse ist, nicht wahr?

Anna: Ich kriege einen Schock, ich bin gelähmt.

Stromm: Ich bin nicht so helle im Kopf, ich weiß nicht,

was gleich passieren wird.

Stref: Ich bin auch ein Egomane.



4:51

Aus Gefühllosigkeit gehen Stref und Stromm wieder zu den

leichten Mädchen. Pech für Anna.

Anna: Ich bin doch das Licht! Doch fühle ich mich nun total

verdunkelt, verlassen und vergessen.



05:09

Die Flasche von Stromm ist leer, sein Blick fällt in den vollen

Waschbottich. Er erinnert sich wieder an Anna.

Stromm: Es tut weh, vom Wasser und von Anna getrennt zu sein.



05:18

Der Blick von Stromm wird gefangen durch den Anblick von Anna

und Stref. Der wilde Stref balzt um Anna.

Stref: Ich bin ganz weggetreten und völlig asozial.

Anna: Ich spüre Erotik auf meiner Haut,

doch nicht in meinem Inneren.



5:33

Anna erwidert das Balzen.



05:46

Stromm kapiert, dass er verloren hat.

Stromm: Ich bin nicht verlassen, sondern einfach weggesprengt.



06:19

Anna füllt sich jetzt selber Wisky ein. Das ist die volle Absicht, eine

Orgie zu starten. Sie bietet auch Whisky dem Stromm an. Der will

nicht trinken.

Stromm: Ich erkenne diese Frau als die Meine nicht wieder.



07:04

Alle sind wieder zurück in der Lustzone. Stromm tappst lustlos der

fremden Lust hinterher.

Stromm: Das Licht entfernt sich von mir, die Dunkelheit wächst.

Ich tappe im Dunklen.



07:35

Stromm sieht Lilly wieder. Lilly sieht Stromm wieder.

Lilly: In Wirklichkeit bin ich völlig häßlich, innerlich wie äußerlich.

Stromm: Kann es das geben? Eine dunkle Sonne, die leuchtet?



07:59

Lilly lässt den Tod Musik spielen.

Tod: Ich bin nur das Klavier, doch gebe ich mich menschlich.

Lilly: Ohnmacht ist die Liebe der Frau!



8:32

Gewaltig öffnet Lilly ihre Muschi. Gewaltsam öffnet Lilly ihre

Muschi. Größe macht immer was her.



8:50

Man weiß, was jetzt passiert:

Die Welt dreht sich wild um die beiden.



09:40

Woanders: Stref macht sich gierig über Anna her. Das hätte es

nicht gebraucht. Jetzt ist die Katastrophe da. Für Anna. Und für

andere wohl auch.



09:58

Auch für Stromm sieht es nicht gut aus.

Er flüchtet von seiner negativen Erfahrung.

Stromm: Ich bin auf einmal hell wach.

Ich weiß, was ich auf keinen Fall will.



10:16

Stref sieht die geschändete Anna.

Anna: Ich kann mich nicht mehr schützen, da ich keine Haut mehr

habe. Der Schock lähmt mich zu Stein.



10:32

Stromm will Anna Schutz anbieten.

Anna: Ich kann niemandem mehr vertrauen.



11:48

Stref kehrt zu Lilly zurück.

Lilly: Ich bin so dumm wie zuvor, doch werde ich ein wenig

lebendiger, wenn ich Stref erblicke.



12:14

Stref: Durch meine Tat habe ich mich selber verletzt. Das Problem

lässt sich lösen, indem ich mich erschieße. Doch das Feuer der

Leidenschaft leiht mir wieder Leben. Auf ein Neues.



12:30

Lilly wehrt sich. Stref geht zu Boden.

Lilly: Ich bin erleichtert, dass er ohnmächtig ist. Ich bin zwar

entsetzt, doch bin ich frei.

Stref: Ich lebe. Das ist kein Rausch mehr, das ist Schmerz.

Und dieser Schmerz lebt wirklich.



13:12

Ein ganz neues Bild: Stromm nähert sich mit Wasser der Anna.

Stromm: Ich glaube an Wasser. Es wird gelingen.

Anna: Ich hoffe. Doch wage ich nicht, mir das bewusst zu machen.

Ich könnte entäuscht werden.



13:27

Stromm bietet Anna in seinen Händen Wasser an.

Er überschüttet Anna nicht. Er bietet ihr das Wasser an.

Anna: Es ist sinnlos. Ich fühle nichts mehr.



13:39

Stromm schreitet mutig zur Tat, mit Gefühl. Man sieht sofort: Die

Heilung wird glücken. Schmutz und Schmerz werden als Träne von

Anna weggespült.



13:52

Anna öffnet sich. Die Heilung nimmt ihren Lauf.

Stromm: Licht ist um mich.

Anna: Die Erlösung wächst.

Ich werde sauber und frei, auch schmerzfrei.



14:16

Die beiden Protagonisten rücken in den Hintergrund, denn die

Geschichte ist vollkommen.



14:21

Wir haben einen Protagonisten vergessen. Düster kniet Stref

vor den Glücklichen. Der Betrachter will nicht wissen, was Stref

denkt und fühlt, denn die Filmemacher zeigen ganz bewusst nur

seine Beine, und die auch noch von hinten.

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Was meint der Film über sich selbst?

Film: Wir sind ein Wir aus Schwarz und Weiß.




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