Identität



Wurzel des Einzelwesens

Gemeinsamer Raum von Subjekt und Objekt



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Das Identitische ist eins mit dem Fremden.

Das Fremde ist dabei kein Tumor des Identischen.

Der Eigner nennt seine Hände sein Eigen.

Die Atome seiner Hände gehören dem Eigner nicht.

Nur leihweise eignen sich die Atome seiner Hand für die Gestalt seines Ich.

Nach dem Tod des Eigners

eignen sich die ehemalige Atome seiner Hand für eine andere Erscheinung.

Der Eigner fühlt sich zuhause in seiner Hand, er wurzelt in seiner Hand.

Diese Wurzel ist seine Identität.



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Detlev Doppeldoid sagt: ''Immer wenn ich nicht mehr weiß, wer ich bin,

dann schaue ich in meinen Personalausweis. Dort steht: Detlev Doppeldoid.

Eine eigene Nummer habe ich auch. Eine Nummer, ganz für mich alleine, nur für mich.

Einmalig und unverwechselbar. Der Staat hat mich lieb.

Doch bringt mich das weiter? Wer steckt hinter dem Namen Detlev Doppeldoid?

Und was beweist schon so eine kleine Karte aus Plastik?

Plastikkarten kann man leicht fälschen. Man kann heute alles fälschen.

Sogar eine Identität kann man fälschen. Mir wird ganz blümerant.

Bin ich der, der ich bin? Oder bin ich der, der ich nicht bin?

Gibt es überhaupt eine Identität? Ich muss den Sprechhasen um Rat fragen!''



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Im Apfel leben Schale und Fruchtfleisch zusammen. - Ob beide wohl verheiratet sind?

Mim pomo kimwalma la pel kai pomosh. - Sak la deda son kaimuna ai fap?

Noch viel mehr lebt im Apfel zusammen:

Da pausha moga kimwalma mim pomo:

Das Kugelige, das Grüne, das Fruchtige, sein Hängen am Baum.

La polpala, la nara, la misha, la sua flupu bai tahoma.

Der Apfel denkt: ''Ich habe zwar Eigenschaften, aber ich bin nicht meine Eigenschaften.

La poma tenk:''Mimai aba pez oi ashana, pez mimai nok es la mina ashana.

Schaue ich mich selber an, so finde ich nur Eigenschaften, aber kein Sein.''

Se mimai silma lu sais, tia mai urga nip ashana, pez nok esona.

Der Apfel wird wütend über diese Selbsterkenntnis:

La pomo zirwi o tea atak.

''Alles Verarschung! Er existiert ja gar nicht!''

''Alma paushi! Ush nok es ai ala!''

Jede Eigenschaft des Apfels geht nun ihren eigenen Weg.

Jela ashana ef pomo waka ai ap la sua saisa lulana.

Das Kugelige geht nach Norden, das Grüne nach Süden.

La popala waka lu naiti, la nara lu siwana.

Das Fruchtige nach Westen, und das Hängen das Apfels nach Osten.

To misha lu lufana, kai la flupi ef poma lu apauna.

Es ist kein Apfel mehr, es hat ihn nie gegeben.

Ush nok es pomo ai walena, ush ai nowala es esona.

Der Apfel hat sich von seiner vorgetäuschten Identität scheiden lassen.

La poma su krek ef sua paushi adima.

Er war nur zusammengeworfen aus seinem Das-Gehört-Zu-Mir.

Ush su erk nip kimkaima ef sua la-tea-boma-lu-mai.

Wo bleibt die Frische des Apfels? Sie sitzt in der Kneipe und lässt sich zulaufen!

Koro la piasha ef poma sa urana? Ush etik mim la kalwa kai lasa ulgu o sais!



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