Wind

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schnelles Reiten ohne Körper

Jagen mit Leichtigkeit

Lachen des weißen Wahnsinns

Atem der Bäume



Wind rennt körperlos über Bäume und Häuser.

Des Windes Kraft ist nicht sichtbar, nur seine Auswirkung sieht man.

Wind verweht den Bestand.

Eine Pusteblume verweht im Wind, die Asche gleichermaßen.

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Der Wind streicht um das Gesicht von Frigg.

Die Zeit, sie läuft ab. Das Wasser verschwindet im Loch.

Alles läuft, es läuft davon. Der Urin läuft, die Tränen laufen.

Niemand ist bei Frigg, nur der Wind.

Ihre Füße sind verdeckt durch dicke Schuhe.

Wie wäre es, wenn sie nacktfuss ginge?

Dann würde sie der Wind emportragen, und Frigg wäre frei.

Ihre schweren Schuhe sind die Last ihrer Vergangenheit.

Ein Wind mit Namen Wahuna streicht durch ihr Haar hindurch.

Sleipnir, ein Pferd mit acht Beinen gleitet an Frigga vorbei.

Frigga ist fasziniert,

sie läßt sich auf das Pferd zum Windgott setzen und ganz fest freitragen,

barfuß, mit Ohne.

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